Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. Google Analytics verwendet sog. "Cookies".
Möchten Sie die Verwendung der Cookies erlauben?

Rücken- und Gelenkprobleme

von Adelheid Henke

Novemberwetter - unweigerlich kraucht die Feuchtigkeit und Kälte in alle Glieder. Die Gelenke senden Schmerzsignale - mal unangenehm ziehend, mal - besonders morgens - eher unbeweglich oder leicht geschwollen.

Auch die Wirbelsäule macht sich zu solchen Zeiten bemerkbar. Besonders anfällige Punkte die Halswirbelsäule mit Schulterbereich und Soll-Bruch-Stelle Nummer eins die Lendenwirbelsäule mit Hüftbereich im äußerst sensiblen "Kreuzbereich". So wird es Zeit, für die aufrichtenden Kräfte zu sorgen und die Flexibilität der Gelenke zu stärken.

Tipp 1: Haltung bewahren

Am Schreibtisch konditionierte Fehlhaltung durch schräg gestellte Computerbildschirme oder schlechte Sitzpositionen sollten Sie schnellstens korrigieren. Eine in sich verdrehte Haltung kann auf die Dauer zu Halswirbelsäulenproblemen, Schulter-Arm-Syndromen bis hin zu Spannungskopfschmerzen führen. Für Ihre Haltung könnte möglicherweise auch ein Stehpult förderlich sein, um die kreativen Kräfte wieder ins Fließen zu bringen.

Tipp 2: Beachten Sie auch kleine Symptome!

Beschwerden an den Gelenken, wie morgendliche Stauungsgefühle oder Steifigkeit der kleinen Gelenke sollten hellhörig machen. Eine exakte konstitutionelle Diagnose kann Ihnen von einem erfahrenen Heilpraktiker/in aufschlüsseln, welche regelmäßige Entschlackung im Stoffwechsel auf Sie individuell passt.

Möglichkeit: Beispielsweise über spagyrisch-homöopathische Tinkturen, die gleichzeitig Immun- und Lymphsystem und ebenso Leber und Nieren anregen.

Oder eine Kräuterteemischung, die individuell über die Augendiagnose auf Ihren Typ zugeschnitten wird. Diese sollte Kräuter, wie Löwenzahn-Brennnesselblätter (leber- und nierenwirksam), Benediktenkraut (leberanregend), Sandsegge (antirheumatisch) oder Weidenrinde (durchblutungsfördernd, dadurch schmerzstillend), enthalten, um rheumatisch-endzündlichen oder gichtigen Prozessen entgegenzuwirken.

Tipp 3: Ernährung umstellen

Gerade rheumatisch belastete Konstitutionen, die anfällig sind für Gelenkbeschwerden, sollten ihrer Ernährung besondere Aufmerksamkeit schenken.

Eiweißarme Kost, ballaststoffhaltig, reich an Vitalstoffen und vor allem aus basisch- bindenden Nahrungsmitteln bestehend, schützen Ihre Dynamik und die Flexibilität Ihrer Gelenke. So rät man heute, die Ernährung nur aus 20 % säurebildenden Nahrungsmitteln und zu 80 % basenbildenden Nahrungsmitteln zusammenzustellen. Viel Stress, ein hoher Kaffee- und Zigarettenkonsum, regelmäßiger Alkohol gehören natürlich zu den Säurebildern Nummer eins und sollten dementsprechend gemieden werden. Spezielle Entsäuerungssalze oder -pulver können neben Ihrer Kostumstellung helfen, den Stoffwechsel des Körpers zu regulieren.

Tipp 4: Hexenschuss

Und wenn es dann doch passiert ist -
Verkühlung, eine unachtsame Bewegung oder extreme Überanstrengung können der Auslöser sein. Das Kreuz ist lahm, Aufrichten ist nur unter schwerer Mühe möglich, der Ischiasnerv macht sich bereits entlang eines oder beider Beine bemerkbar. Eine sinnvolle Kombination von Ohrakupunktur, Fußreflexzonenbehandlung, Fernpunktbehandlungen und alten Naturheilverfahren, wie Baunscheidtieren und/oder Schröpfen, können Ihnen schon nach wenigen Sitzungen Schmerzfreiheit verschaffen und Sie wieder aufrichten.

Tipp 5: Blockaden lösen

Gerade Beschwerden wie ein Tennisarm oder sogenannte Schulter-Arm-Syndrome sollten nicht nur lokal behandelt werden. Im Akutfall allerdings - natürlich meist am Wochenende - können Sie auf ein altes Hausmittel zurückgreifen, einen Wickel über dem betroffenen Gelenk. Spezielle Tinkturen, die Kräuteressenzen enthalten wie Arnika, Symphytum und Hypericum (schmerz- und entzündungshemmende Substanzen) eignen sich für Auflagen - dann gut ums Gelenk gewickelt - mindestens eine Stunde belassen, kann bohrende Schmerzen auch im Ruhezustand erst einmal auffangen.

Ihr Heilpraktiker oder Ihre Heilpraktikerin sollte sanfte Chiropraktik oder Osteopathie zur Endblockierung der Halswirbelsäule anwenden und ein ganzheitliches Konzept zum Aufbau Ihrer Gelenke für Sie erstellen. Fragen Sie danach!

Tipp 6: Ergänzung von innen

Neben gezielten und vor allen Dingen regelmäßigem Bewegungstraining wie aktives Bauch- und Rückenmuskeltraining, Yoga und/oder Schwimmen können Sie Ihre Wirbelsäule und die Gelenke zusätzlich von innen stärken. Dabei geht es in erster Linie um Aufbau und Erhalt, sprich Prophylaxe. Hochdosierte Vitamine wie beispielsweise Vitamin E, Spurenelemente, Lebertran und Mineralstoffe sind positiv gelenkwirksam. Fluor-Kalk (Calcium Fluoratum) und phosphorsaurer Kalk (Calcium Phosphoricum), in homöopathischer Verdünnung als Nährsalz nach Doktor Schüssler gegeben, können besonders knochen- und gelenkschützend und blutregenerierend wirken.

Lassen Sie sich von Ihrem Heilpraktiker zu einer sinnvollen Kombination von Ergänzungspräparaten beraten, im Sinne der Prävention, der großen Domäne des Berufsstandes.

Tipp 7: Chinesische Ansicht

Nach Ansicht der traditionellen chinesischen Medizin können dauerhafte Beschwerden, gerade im Kreuzbereich, mit dumpfem oder ziehend und reißendem Schmerz, manchmal auch wandernd, als eine Problematik von Wind und Feuchtigkeit, die von außen eingedrungen sind, interpretiert werden. Eine Kombination von Clematis und Stephania Formula (chinesische Kräuter) vertreiben nach der chinesischen Vorstellung die Blockaden in der Rückenmuskulatur und bringen den Fluss der Energie wieder zurück.

Lassen Sie sich von einem Heilpraktiker, der ausgebildet ist, oder der besonders traditionelle chinesische Medizin (Akupunktur, Moxibustion und chinesische Kräuterverordnungen) anwendet, fachkundig beraten.