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Service- und Informationsseiten für Heilpraktiker

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Auf dieser und den folgenden Seiten finden Sie Arzneimittel die von der pharmazeutischen Industrie zurückgeholt, bzw. zurückgerufen wurden sowie wichtige Arzneimittelinformationen.

 Letzte Einträge auf dieser Seite: 29.01.2008


Rückholungen und Informationen vom Januar 2008 bis Februar 2008

 

  • Chargenrückruf
    Meto-Succinat Sandoz 95 mg Retardtabletten
    100 Stück
    Ch.-B.: 7Y9836, 7Y9897
    Die Firma Sandoz Pharmaceuticals GmbH, 83807 Holzkirchen, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Bei unserem Produkt Meto-Succinat Sandoz 95 mg Retardtabletten (PZN 0006965) haben wir festgestellt, dass durch einen Druckfehler an einer Stelle der Gebrauchsinformation versehentlich die falsche Wirkstärke (47,5 mg) aufgeführt wird. Dies betrifft nur die beiden oben angegebenen Chargen der Packungsgröße 100 Retardtabletten.
    Wir möchten Sie daher bitten, Ihre Bestände zu überprüfen und gegebenenfalls vorhandene Packungen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückzusenden.“

     

  • Chargenüberprüfung
    Cefuroxim Fresenius 1500 mg zur Infusion: Ausweitung der Maßnahme auf Charge C3296

    Ergänzend zur Veröffentlichung vom 20. Dezember 2007 (PZ 51-52/2007, Seite 113) teilt die Firma Fresenius Kabi Deutschland GmbH, 61346 Bad Homburg, mit, dass eine weitere Charge von dem Fehler in der Gebrauchsinformation betroffen ist.
    Die dortige falsche Formulierung „Wirkstoff: Cefotaxim-Natrium“ findet sich zusätzlich auch bei Teilen der Charge C3296. Die Verkehrsfähigkeit des Produktes ist hiervon nicht berührt
    Auf Wunsch werden korrigierte Gebrauchsinformationen über die Kundenberatung, Telefon (0 61 72) 6 86 22 00, E-Mail: kundenberatung@fresenius-kabi.de, zur Verfügung gestellt.
     

  • Information
    Rote-Hand-Brief Ceftriaxon (Rocephin®):
    Unverträglichkeit mit Calcium-haltigen i.v. Lösungen


    AMK/ Kürzlich hatte die AMK auf die Nennung neuer Kontraindikationen und Warnhinweise durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bei Anwendung von Ceftriaxon in der Pädiatrie hingewiesen1. Ursache der UAW ist eine physikochemische Unverträglichkeit zwischen Ceftriaxon und Kalzium, die zu Präzipitaten führt, die in Lunge und den Nieren festgestellt wurden.
    Hierzu hat jetzt die Roche Pharma AG einen Rote-Hand-Brief veröffentlicht, in dem die neuen Sicherheitshinweise in der Fachinformation aufgeführt sind:
    - Ceftriaxon (Rocephin®) darf bei Neugeborenen im Falle einer parenteralen Calcium-Behandlung nicht angewendet werden
    - Die gleichzeitige Gabe von Rocephin® und Calcium-haltigen Lösungen sollte, auch bei Verwendung getrennter Infusionslinien, bei Patienten aller Altersgruppen vermieden werden.
    - Wegen des Risikos einer Bilirubin-Enzephalopathie infolge der Verdrängung von Bilirubin aus seiner Bindung an Serumalbumin durch Ceftriaxon ist Rocephin® nunmehr kontraindiziert bei Frühgeborenen und bei Neugeborenen mit Hyperbilirubinämie.
    Der volle Wortlaut des Rote-Hand-Briefes ist verfügbar unter: www.abda-amk.de, „Lesen Sie auch“, „AkdÄ“

    Meldungen zu UAW erreichen die AMK unter www.abda-amk.de

    Literatur
    AMK-Information (2007) Ceftriaxon: Unverträglichkeit bei Früh- und Neugeborenen sowie Kindern. PZ Nr. 38, Seite 125.
     

  • Chargenrückruf
    Molsidomin-ratiopharm 2 mg
    Molsidomin-ratiopharm 4 mg
    Molsidomin retard-ratiopharm 8 mg

    Bezugnehmend auf unsere Veröffentlichung in der PZ Nr. 49/2007, Seite 132, teilt die Firma Ratiopharm GmbH mit, dass eine Rückgabe der Ware mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel vorgesehen ist.
     

  • Rückruf
    Zostrum
    Lösung zur Anwendung auf der Haut
    Alle Chargen

    Die Firma Galderma Laboratorium GmbH, 40474 Düsseldorf, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Mit Verzicht auf die Verlängerung der Zulassung erlischt die Verkehrsfähigkeit von Zostrum (PZN 2043261), Lösung zur Anwendung auf der Haut, zum 16. Dezember 2007. Wir bitten daher um Überprüfung und Rücksendung eventuell vorhandener Bestände mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Chargenrückruf
    Molsidomin Sandoz 8 mg Retardtabletten
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma Sandoz Pharmaceuticals GmbH, Raiffeisenstraße 11, 83607 Holzkirchen, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Bei regelmäßigen Stabilitätsuntersuchungen unseres Produktes Molsidomin Sandoz 8 mg Retardtabletten (PZN 0831712, 0831770, 0831787) wurde festgestellt, dass im Rahmen der Laufzeit eine bestimmte Verunreinigung die engen Spezifikationsgrenzen nicht einhält.
    Wir bitten daher um eine Rücksendung aller noch in Ihrem Warenlager vorhandenen Originalpackungen unseres Produktes Molsidomin Sandoz 8 mg Retardtabletten mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Rückruf
    Parenteral EK G 5 Infusionslösung
    Parenteral G 5 Infusionslösung
    Parenteral Infusionslösung
    Alle Chargen

    Die Serag-Wiessner KG, 95119 Naila, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Mit dem 31. Dezember 2007 endet die zweijährige Abverkaufsfrist nach § 31 Abs. 4 AMG und somit die Verkehrsfähigkeit für die nachfolgend aufgeführten Infusionslösungen: Parenteral EK G 5, 500 ml Plastik (PZN 4585173), 10 x 500 ml Plastik (PZN 4585204), 1000 ml Plastik (PZN 4585196), 6 x 1000 ml Plastik (PZN 4585210), Parenteral G, 500 ml Plastik (PZN 1208470), 10 x 500 ml Plastik (PZN 1208487), Parenteral, 250 ml Plastik (PZN 1836551), 500 ml Plastik (PZN 1208458), 1000 ml Plastik (PZN 1434195), 10 x 250 ml Plastik (PZN 1836568), 10 x 500 ml Plastik (PZN 1208464), 6 x 1000 ml Plastik (PZN 3291601).
    Die Artikel wurden im ABDA-Artikelstamm bereits mit AH gekennzeichnet. Unsere Kunden wurden im Vorfeld über die Änderung informiert. Wir bitten um Beachtung. Bei eventuellen Rückfragen wenden Sie sich bitte an info@serag-wiessner.de.“
     

  • Rückruf
    Veramex 40, Dragees
    Veramex 80, Dragees
    Veramex 120, Dragees
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH bittet im Namen der Sanofi-Synthelabo GmbH um folgende Veröffentlichung:
    „Die Verkehrsfähigkeit von Veramex 40, Dragees (PZN 2738224, 2738230, 2738247), Veramex 80, Dragees (PZN 2738276, 2738282, 2738299), und Veramex 120 (PZN 2738313, 2738336, 2738342), endet zum 31. Dezember 2007 aufgrund des Erlöschens der Zulassung. Ab dem Datum dürfen die genannten Arzneimittel nicht mehr abgegeben werden.
    Wir bitten um Überprüfung des Warenbestandes und gegebenenfalls um Rücksendung noch vorhandener Restbestände von Veramex 40, Dragees, Veramex 80, Dragees, und Veramex 120, Dragees an die folgende Firmenanschrift zur Gutschrift: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Distribution Platform Frankfurt, Retourenstelle H 590, Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt.
    Dieser Rückruf bezieht sich nur auf Veramex Dragees. Veramex Filmtabletten sind nicht betroffen und werden nicht zurückgenommen.“
     

  • Chargenrückruf
    Captohexal 25
    100 Tabletten
    Ch.-B.: 7E5622
    Captohexal 100
    100 Tabletten
    Ch.-B.: 7R5476

    Die Firma Hexal AG, 83602 Holzkirchen, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Im Rahmen der Überprüfung einer Patientenreklamation wurde festgestellt, dass es bei den genannten Chargen im Verlauf der Lagerung zur Bildung eines unangenehmen Geruchs gekommen ist. Wir rufen deshalb vorsorglich Captohexal 25, 100 Tabletten (PZN 6348939), Charge 7E5622 und Captohexal 100, 100 Tabletten (PZN 7467913), Charge 7R5476, zurück.
    Eine Gefährdung für die Patienten bei der Einnahme der Tabletten besteht jedoch nicht. Wir bitten Sie um Überprüfung Ihrer Bestände und Rücksendung aller noch vorhandenen Packungen zur Gutschrift mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Chargenrückruf
    Nifedipin AL 5
    100 Weichgelatinekapseln
    Ch.-B.: 73453B

    Die Firma Aliud Pharma GmbH & Co. KG, 89150 Laichingen, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Bezugnehmend auf unseren Rückruf von Nifedipin AL 5, Ch.-B. 73454B in der PZ Nr. 49/2007 rufen wir vorsorglich aus Gründen der Arzneimittelsicherheit Nifedipin AL 5, 100 Weichgelatinekapseln (PZN 4748422), der Charge 73453B zurück, da nicht ausgeschlossenen werden kann, dass diese Charge ebenfalls betroffen ist.
    Wir bitten Sie daher, Ihre Bestände zu überprüfen und betroffene Packungen zum Umtausch an die Firmenanschrift Aliud Pharma GmbH & Co. KG, Abteilung Retouren, Gottlieb-Daimler-Straße 19, 89150 Laichingen, zurückzusenden.“
     

  • Chargenrückruf
    Tramadol AL 50 Brausetabletten
    10, 30, 50 Stück
    Ch.-B.: 65111

    Die Firma Aliud Pharma GmbH & Co. KG, 89150 Laichingen, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Im Rahmen einer Nachuntersuchung von Tramadol AL 50 Brausetabletten (PZN 8412073, 8412067, 8412096) der Charge 65111 wurden nicht-spezifikationskonforme Gehaltswerte ermittelt. Wir rufen diese Charge daher zurück. Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und vorhandene Packungen der Charge 65111 zum Umtausch an die Firmenanschrift Aliud Pharma GmbH & Co. KG, Abteilung Retouren, Gottlieb-Daimler-Straße 19, 89150 Laichingen, zurückzusenden.“
     

  • Chargenrückruf
    Captopril 100 1A Pharma
    100 Tabletten
    Ch.-B.: 7E6347, 7R5479

    Die Firma 1A Pharma GmbH, 82041 Oberhaching, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Aufgrund einer Beanstandung einer Packung Captopril 100 – 1A Pharma, 100 Tabletten (PZN 0068676), rufen wir vorsorglich die Chargen 7E6347 und 7R5479 zurück. Wir erhielten einen Hinweis aus einer Apotheke, dass die Tabletten einen unangenehemen Geruch aufweisen. Eine Gefährdung von Patienten besteht jedoch nicht. Wir bitten um Kontrolle der Bestände und Rücksendung der betroffenen Packungen zur Gutschrift an die Salutas Pharma GmbH, Retourenabteilung, Otto-von-Guericke-Allee 1, 39179 Barleben.“

  • Chargenrückruf
    Magnesium-Diasporal 100
    50, 100 Lutschtabletten
    Ch.-B.: 47987, 47988

    Aufgrund von Einsendungen aus Apotheken führte das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker eine Untersuchung des oben genannten Präparates durch. Die Beanstandung wurde bestätigt. Die Firma Protina Pharm. GmbH, 85737 Ismaning, bittet nun um folgende Veröffentlichung:

    „Bei Magnesium-Diasporal 100, 50 Lutschtabletten (PZN 7274338) der Charge 47987 und Magnesium-Diasporal 100, 100 Lutschtabletten (PZN 7274344) der Charge 47988, ist es punktuell zu Nachhärtungen der Lutschtabletten gekommen. Aus Gründen der Arzneimittelqualität rufen wir die genannten Chargen vorsorglich zurück.

    Wir bitten um Überprüfung Ihres Warenbestandes und um Rücksendung dieser Chargen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“

     

  • Information

    Die AMK in Zahlen: das Jahr 2007

    Durch die Apotheken hat die Geschäftsstelle der AMK auch im Jahr 2007 unverändert das Anliegen der Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten für die Patienten vertreten können. Fast 7000 Meldungen aus Apotheken bedeuten gegenüber dem Vorjahr 2006 eine Steigerung von 7,9 % der Meldungen. Mit über 3700 telefonischen Anfragen an die AMK-Geschäftsstelle haben Sie uns über 19 % häufiger kontaktiert als 2007. Ohne dieses Engagement der Apotheken in der Praxis wäre die Arbeit der AMK nicht denkbar. Wir danken daher vielmals für Ihre beständige Unterstützung.

    Melden Sie mit Tatkraft auch im Jahr 2008!

     

    Berichtszeitraum

    2006

    2007

    Gesamtzahl der Meldungen

    6389

    6896

    Verteilung der Beanstandungen [%]

     

     

    Galenische Mängel:

    26,7 %

    26,2 %

    Verpackung (Konfektionierung):

    28,9 %

    28,5 %

    Deklarationsfehler:

    6,7 %

    6,4 %

    Mechanische Defekte:

    12,6 %

    11,6 %

    Verwechslungen:

    0,3 %

    0,15 %

    UAW und Missbrauchsmeldungen:

    21,0 %

    22,4 %

    Anfragen:

    2,3 %

    3,0 %

    Sonstiges:

    1,3 %

    1,7 %

    „Einzelfälle“:

    15,5 %

    14,2 %

    Laboruntersuchungen durch ZL:

    22,8 %

    19,8 %

    Information der zuständigen Behörden:

    6,9 %

    8,2 %

    Meldungen zu Importen:

    7,0 %

    7,2 %

    Meldungen zu Medizinprodukten:

    3,0 %

    2,9 %

    Gesamtzahl der Veröffentlichungen:

    438

    435

    Rückrufe aufgrund von Meldungen an die AMK:

    31

    33

    Gesamtzahl der Telefonanfragen

    3134

    3745

    Unmittelbar beantwortete Telefonanfragen

    1811

    2586

    Beantwortung durch Rückruf nach Recherche

    1140

    965

    Irrläufer, keine Zuständigkeit der AMK

    183

    194

     

  • Information
    Kava-Kava (Piper methysticum)- und Kavain-haltige Arzneimittel

    AMK/ Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 21. Dezember 2007 den nach § 30 AMG sofort vollziehbaren Widerruf von Kava-Kava- und Kavain-haltigen Arzneimitteln einschließlich homöopathischer Zubereitungen bis einschließlich D4 angeordnet (1).
    Nicht betroffen von dieser Maßnahme sind
    • Arzneimittel, die nach Vorschriften des HAB hergestellt werden und die Kava-Kava-Zubereitungen in geringeren Endkonzentrationen als D4 enthalten;
    • Arzneimittel, die nach der spagyrischen Verfahrenstechnik nach Zimpel des HAB (Ziffer 25 und 26) hergestellt werden.
    Dieser Anordnung vorausgegangen war ein am 12. Mai 2005 angeordnetes Ruhen der betroffenen Zulassungen bis zum 30. Juli 2007, das nochmals um 6 Monate verlängert worden war. Als tragende Gründe für den Widerruf der Zulassung hat das BfArM ausgeführt, dass weder die Mechanismen der hepatotoxischen Effekte der klinisch verwendeten Kava-Kava-Extrakte noch das klinisch relevante Toxin selbst bekannt sind. Die Daten der vorliegenden präklinischen Toxizitätsstudien am Tier erfüllen nicht die heute üblichen Standards. Ein Sicherheitsmanagement im Rahmen klinischer Prüfungen ist daher aus Sicht des BfArM nicht möglich. Die erforderlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Phase III-Studie lägen daher nicht vor.

    Literatur
    1 www.bfarm.de/cln_029/nn_1160684/DE/Pharmakovigilanz/stufenplanverf/Liste/stp-kavakava.html__nnn=true


     

  • Information
    Akutes febriles Bild bei Leukopenie und Thrombopenie unter Chininsulfat (Limptar® N). Aus der UAW-Datenbank der AkdÄ

    AMK/ Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist am 24. Dezember 2007 auf ein akutes febriles Bild hin bei einem 52jährigen Patienten nach täglicher Einnahme von 200 mg Chininsulfat (entspricht einer Tablette Limptar® N) über 12 Tage wegen Wadenkrämpfen. Der Patient erkrankte an wiederkehrenden Fieberschüben bis über 39 °C bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen und akutem Gewichtsverlust von 4 kg. Bestehende Grunderkrankungen waren Hypertonie (langjährige Medikation: Ramipril 5 mg/Tag; Metoprolol 50 mg/Tag) und eine benigne Prostatahyperplasie. Deutlich erniedrigt waren die Zahl der Leukozyten (1900/µl; Normwert: 4000 bis 10.000/µl) und der Thrombozyten (66.000/µl; Normwert: 150.000/µl). Ein Ausgangsherd einer Infektion wurde nicht gefunden, der Erregernachweis verlief negativ. Eine Sepsis lag daher nicht vor. Nach Absetzen der Medikation und symptomatischer Medikation besserten sich die Symptome rasch. Die Symptomatik wurde als unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) infolge einer allergischen Reaktion auf Chininsulfat gewertet. Neben den von Chinin ausgelösten Thrombozytopenien, die erstmals 1865 beschrieben wurden, sind schwere allergische Allgemeinreaktionen bis hin zum Multiorganversagen mit Todesfolge beschrieben worden. Bei Überempfindlichkeit gegenüber Chinin sind auch chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon oder Tonic Water zu meiden.
    Im deutschen Spontanmeldesystem (gemeinsame Datenbank von AkdÄ und BfArM) sind derzeit zwar nur 20 UAW-Verdachtsfälle zu Chinin gemeldet. Aufgrund von Berichten über schwere Nebenwirkungen in den USA, Australien und Neuseeland wird in diesen Ländern aber empfohlen, Chinin nicht mehr zur Behandlung von Wadenkrämpfen einzusetzen, da das potentielle Risiko von Chinin bei dieser Indikation – anders als bei der Behandlung der Malaria – nicht gerechtfertigt sei. Zudem sei die Wirksamkeit bei Wadenkrämpfen nur unzureichend belegt.
    Die AMK weist ergänzend darauf hin, dass Limptar N® als apothekenpflichtiges Arzneimittel zugelassen ist. Da die Symptome der beschriebenen UAW im Alltag leicht missinterpretiert werden können als Folgen einer viralen oder bakteriellen Infektion, ist besondere Umsicht bei der Abgabe geboten. Oft ist nur in der Apotheke die vollständige Medikation eines Patienten bekannt. Dies gilt vor allem bei Arzneimitteln, die nicht verschreibungspflichtig sind. Tritt bei Patienten nach Einnahme von Chinin Fieber auf, ist die Einnahme sofort zu beenden und ärztliche Konsultation notwendig.
    Bei Meldungen an die AMK ist die Dosierung, die Einnahmedauer und mögliche Begleitmedikation anzugeben. Wichtig ist ebenfalls die Mitteilung, ob nach Absetzen von Chinin eine Normalisierung der Symptomatik eintrat. Meldungen zu UAW erreichen die AMK unter www.abda-amk.de



     

  • Rückruf
    Stibium arsenicosum D4 und D5 Verreibungen
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma Weleda AG, 73525 Schwäbisch Gmünd, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Die Verkehrsfähigkeit der Arzneimittel Stibium arsenicosum D4 Verreibung und D5 Verreibung (PZN 7081680, 7081697, 7081711, 7081728) ist erloschen.
    Wir bitten deshalb um Rücksendung aller Chargen und Packungsgrößen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Chargenrückruf
    Nasivin sanft Dosierspray für Erwachsene und Schulkinder
    10 ml
    Ch.-B.: 9H00101, 9H00201, 9H00301
    Nasivin sanft Dosierspray für Kleinkinder
    10 ml
    Ch.-B.: 9H00401

    Aufgrund von Einsendungen aus Apotheken führte das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker eine Untersuchung des oben genannten Präparates durch. Die Beanstandung wurde bestätigt. Die Firma Merck Selbstmedikation GmbH, 64210 Darmstadt, bittet nun um folgende Veröffentlichung:
    „Im Rahmen unserer kontinuierlichen Qualitätsüberprüfung wurde in Einzelfällen eine eingeschränkte Sprühfunktion bei Nasivin sanft Dosierspray für Erwachsene und Schulkinder (PZN 3245239) der Chargen 9H00101, 9H00201 und 9H00301 sowie Nasivin sanft Dosierspray für Kleinkinder (PZN 3245245) der Charge 9H00401 festgestellt.
    Obwohl kein Sicherheits- beziehungsweise Gesundheitsrisiko mit der Anwendung der genannten Chargen verbunden ist, bitten wir vorsorglich um Überprüfung der Warenbestände und Rücksendung der noch vorhandenen Packungen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Rückruf
    Tele-Stulln N
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma Pharma Stulln GmbH, 92551 Stulln, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Am 12. Januar 2008 erlischt die Zulassung für das Präparat Tele-Stulln N (PZN 1831654, 1831660). Dieses ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verkehrsfähig. Deshalb rufen wir alle Chargen des Arzneimittels zurück.
    Wir bitten Sie um Überprüfung Ihrer Warenbestände und Rücksendung des Präparates mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“

     

  • Rückruf
    DNCG Mundipharma Inhalationslösung
    Alle Chargen

    Die Firma Mundipharma GmbH, 65533 Limburg, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Hiermit teilen wir mit, dass die Zulassung von DNCG Mundipharma durch Verzicht unsererseits aus wirtschaftlichen Gründen erloschen ist.
    Wir bitten Sie daher, alle bei Ihnen befindlichen Packungen von DNCG Mundipharma (PZN 3741197, 3837365) mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückzusenden.
    Klinikapotheken und klinikversorgende Apotheken senden die bei Ihnen im Umlauf befindlichen Packungen DNCG Mundipharma bitte direkt an die Firmenanschrift (Mundipharma GmbH, Mundipharma Straße 2, 65549 Limburg).“
     

  • Rückruf
    Tacholiquin 0,1 % und 1 % Inhalationslösung
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma bene-Arzneimittel GmbH, 81479 München, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Die Zulassungen der Arzneimittel Tacholiquin 0,1 % Inhalationslöäsung (PZN 1001183) und Tacholiquin 1 % Inhalationslösung (PZN 1001214, 1001220, 1001237) sind erloschen. Wir rufen daher alle Chargen aller Packungsgrößen zurück.
    Die im Handel befindliche Ware kann mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückgegeben werden.
    Dieser Rückruf betrifft nicht die beiden Medizinprodukte Tacholiquin 0,1 %-Lösung mit 30 ml und Tacholiquin 1 %-Lösung mit 20 ml.“

     

  • Chargenrückruf
    Ketamin 100 mg DeltaSelect
    10, 100 Ampullen
    Ch.-B.: 0020705, 0030307

    Ergänzend zur AMK-PHAGRO-Schnellinformation vom 7. Januar 2008, informiert die Firma DeltaSelect GmbH:
    „Von einem Kunden erhielten wir die Information, dass eine Packung Ketamin 100 mg DeltaSelect eine Ampulle enthielt, die fälschlicherweise mit Clindamycin DeltaSelect 150 mg/ml etikettiert war.
    Ketamin 100 mg DeltaSelect ist in Braunglasampullen abgefüllt, Clindamycin DeltaSelect 150 mg/ml jedoch in Klarglasampullen. Bei der fehlerhaft etikettierten Ampulle handelt es sich also um eine Braunglasampulle (Farbringcodierung grün-weiß-grün) mit einem Clindamycin DeltaSelect 150 mg/ml Etikett.
    Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit rufen wir daher die Chargen 0020705 und 0030307 von Ketamin 100 mg DeltaSelect mit sofortiger Wirkung zurück. Betroffen sind sowohl Packungseinheiten mit 10 Ampullen à 2 ml (PZN 8514201) als auch 10x10 Ampullen à 2 ml (PZN 8514218). Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und vorhandene Packungen Ketamin 100 mg DeltaSelect der betroffenen Chargen zurückzusenden an: DeltaSelect GmbH, Zweigniederlassung Benzstraße 5, 72793 Pfullingen.
    Bitte prüfen Sie auch die Bestände auf Clindamycin DeltaSelect 150 mg/ml in Braunglasampullen mit der Farbringcodierung grün-weiß-grün und dem Chargenaufdruck 0020705 und 0030307.
    Bitte informieren sie darüber hinaus die von Ihnen belieferten Ärzte damit die dort vorhandene Ware auch dem Rückruf zugeführt wird.
    Für weitere Informationen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer (0 71 21) 99 21 -15 zur Verfügung.“
     

  • Rückruf
    Hydrotrix
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, 58638 Iserlohn, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Aufgrund des Erlöschens der Zulassung mit Wirkung zum 1. Januar 2008 ist das Präparat Hydrotrix Retardkapseln (PZN 2760324, 2760330, 3051802, 3958270) zu diesem Datum nicht mehr verkehrsfähig. Betroffen davon sind alle Chargen. Eventuell vorhandene Bestände können mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückgeschickt werden."
     

  • Rückruf
    Florabio naturreiner Heilpflanzensaft Knoblauch
    Florabio naturreiner Heilpflanzensaft Zwiebel
    Alle Chargen

    Die Firma Duopharm GmbH, 83052 Bruckmühl, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Aufgrund des Erlöschens der Zulassung des Präparates Florabio naturreiner Heilpflanzensaft Knoblauch (PZN 1465729) rufen wir die Chargen Z-0098, Z-0326, Z-1970 und W-1660 dieses Arzneimittels zurück.
    Aufgrund des Erlöschens der Zulassung des Präparates Florabio naturreiner Heilpflanzensaft Zwiebel (PZN 1465942) rufen wir die Chargen W-0076, W-1668, Z-0333 und Z-1981 dieses Arzneimittels zurück.
    Wir bitten um Überprüfung der Lagerbestände und Rücksendung betroffener Packungen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.
    Beide Produkte sind weiterhin als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar.“

     

  • Rückruf
    Detulin 400 mg
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma McNeil GmbH & Co. OHG, 53587 Bad Honnef, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Mit Wirkung vom 31. Dezember 2007 verliert das Arzneimittel Detulin 400 mg Kapseln (PZN 2784425, 3045440) seine Verkehrsfähigkeit durch Erlöschen der Zulassung.
    Vorhandene Restbestände sämtlicher Chargen, Darreichungsformen und Packungsgrößen können gegen Gutschrift an die Retourenstelle der McNeil GmbH & Co. OHG, c/o Janssen Cilag GmbH, Raiffeisenstraße 8, 47470 Neuss, zurückgesandt werden.“

     

  • Rückruf
    diclo retard von ct
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma CT Arzneimittel GmbH, 13407 Berlin, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Die Zulassung von diclo retard von ct, Zul.-Nr. 5996.00.02 (PZN 3520591, 3520616, 3520622), ist erloschen. Das Arzneimittel ist somit nicht mehr verkehrsfähig. Daher ruft CT Arzneimittel alle noch im Handel befindlichen Chargen vom Markt zurück.
    Um Überprüfung Ihrer Lagerbestände und Rücksendung der betroffenen Packungen zur Gutschrift mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel wird gebeten.“
     

  • Rückruf
    Augentonikum Stulln N
    Alle Chargen und Packungsgrößen

    Die Firma Pharma Stulln GmbH, 92551 Stulln, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Am 26. Januar 2008 erlischt die Zulassung für das Präparat Augentonikum Stulln N (PZN 1837591, 1837651). Es ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verkehrsfähig. Deshalb rufen wir alle Chargen dieses Arzneimittels zurück.
    Wir bitten Sie um Überprüfung Ihrer Warenbestände und Rücksendung des Präparates mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

  • Chargenrückruf
    Meto-Succinat Sandoz 95 mg Retardtabletten: Ausweitung des Chargenrückrufes vom 17. Januar 2008

    Die Firma Sandoz Pharmaceuticals GmbH, 83607 Holzkirchen, teilt mit, dass der Druckfehler in der Gebrauchsinformation, der zum Rückruf der Chargen 7Y9836 und 7Y9897 führte (siehe PZ 3/2008, Seite 115), bei zwei weiteren Chargen aufgetreten ist. Es wird daher um Überprüfung der Chargen 7Y9835 sowie 7Y9839 von Meto-Succinat Sandoz 95 mg Retardtabletten, 100 Retardtabletten (PZN 0006965), gebeten.
    Eventuell vorhandene Bestände können mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückgegeben werden.
     

  • Rückruf
    Mezereum D3, - D4 Flüssige Verdünnung, -D4 Flüssige Verdünnung zur Injektion
    Alle Chargen

    Die Firma Weleda AG, 73503 Schwäbisch Gmünd, bittet um folgende Veröffentlichung:
    „Die Verkehrsfähigkeit der Arzneimittel Mezereum D3 und D4 Flüssige Verdünnung sowie D4 Flüssige Verdünnung zur Injektion (PZN 7061192, 2595262, 7061246, 1621543) ist erloschen.
    Wir bitten deshalb um Rücksendung aller Chargen und Packungsgrößen mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
     

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