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Yin und Yang. Aus dem Spannungsfeld dieser beiden Ur-Prinzipien entsteht nach der
chinesischen Naturphilosophie und Medizin die Lebenskraft Qi, Grundlage allen Lebens. Im
altchinesischen Schriftzeichen des Yang spiegelt sich das Bild der sonnigen Seite eines
Hügels, während Yin die Schattenseite symbolisiert. Der Himmel ist Yang, die Erde
Yin. Männlich ist Yang, weiblich Yin, warm wiederum Yang, kalt Yin, aktiv Yang, passiv
Yin. Die Gegensatzpaare enthalten einander im Keim und ergänzen sich in einem
unaufhörlichen Prozeß von Umwandlung und Erneuerung.
Tip 1: Diese
Ur-Kräfte sind wesentliche Elemente der traditionellen chinesischen Heilkunst. Sie
formieren eine innere Uhr, deren Pendelschlag Sie zum Wohl Ihrer Gesundheit und zur
Ausschöpfung Ihrer Leistungskraft nicht überhören sollten.
Tip 2: Nach den Vorstellungen der Chinesen durchfließt die
Lebensenergie den menschlichen Körper in 24 Stunden einmal. Sie bewegt sich durch 12
Energiebahnen, die Meridiane, abwechselnd zwischen Yin- und Yang-Meridianen. Die Meridiane
sind den Funktionskreisen bestimmter Organe zugeordnet, von denen jedes seine ihm eigene
Anregungszeit hat.
Zwischen 6 und 9 Uhr in der Früh vollzieht sich nach der chinesischen Organ-Uhr der
Wechsel zwischen Yin und Yang. Es ist die Zeit des jungen Yang. Dickdarm und Magen
erwecken Tätigkeitsdrang, Extraversion und ein gesteigertes Bewußtsein. Ihr Blutzucker
nimmt zu, das Serum Cholesterin steigt an. Es ist Zeit für Sie, einen schönen Tag in
Angriff und sein Pensum ins Visier zu nehmen.
Tip 3: Der Vormittag ist dem Milz-Pankreas- und dem Herz-Meridian
vorbehalten, die hohe Aufmerksamkeit, Konzentration und schöpferische Aktivität
gewährleisten. Wenn Ihre Organ-Uhr zur Herzzeit vorangeschritten ist, erfahren Sie etwa
um 12 Uhr einen Aktivitäts- und Wärmegipfel, der Sie kontaktfreudig stimmt. Nutzen Sie
ihn, um auf Ihre Mitarbeiter und Geschäftspartner zuzugehen.
Tip 4: Der Mittagssattel zwischen 13 und 15 Uhr führt während der
Dünndarmzeit zu einer Tageskrise mit Müdigkeit und Fehlleistungen. Es ist ein Minimum
der Leberfette und ein Maximum der Gallensekretion zu verzeichnen. Treffen Sie jetzt keine
falschen Entscheidungen.
Tip 5: Danach wechselt der Körper in die Blasen-Zeit, die eine
Zunahme der Yin-Kräfte einleitet. Sie ermöglichen, wenn der Nieren-Meridian seine
Anregungszeit hat, einen zweiten Leistungsgipfel etwa um 18 Uhr. Trinken Sie eine gute
Tasse grünen Tee, und Sie werden spüren wie Ihr Blutdruck ansteigt und Ihre
Lungenkapazität prickelnde Vitalität entfaltet.
Tip 6: Zwischen 19 und 21 Uhr erlebt der Körper noch mal eine
Steigerung der Yin-Kraft, die den Kreislauf stabilisiert. Sie sollten sich auf den Weg
nach Hause gemacht haben und Ihr Augenmerk nach Innen richten.
Tip 7: In der Nacht erfährt der Körper die Anregung der Galle, die
zwischen 23 und 1 Uhr einen tiefen Ruhezustand der willkürlichen Muskulatur und der Sinne
herbeiführt. Wenn er ein Maximum der Lebertätigkeit durchlaufen und zwischen 3 und 5 Uhr
mit der Lungenzeit dann seine Nachtkrise überwunden hat, schwindet die Kraft des Yin, um
für den neuen Tag wieder dem Yang Platz zu machen. Fragen Sie Ihren Heilpraktiker, wie
sich dieses Wechselspiel der Kräfte zum Wohl von Körper und Geist erlauschen und
erlernen läßt. Heilpraktiker sind als professionelle Wahrer der Naturheilkunde auch
Experten für Akupunktur und chinesische Heilkunst. Wir stellen Ihnen für Ihre
individuellen Bedürfnisse und Veranlagungen ein Fitness-Programm für die tägliche
Leistungskurve zusammen.
Adelheid Henke |