Patienteninformation
HEILPRAKTIKER HEUTE
Die körperlich-seelisch-geistige Biographie eines
Menschen ist für die Naturheilkunde ein entscheidender Schlüssel zur
Wiederherstellung seiner Gesundheit.
Dabei
geht sie von einer engen, individuell geprägten Verbindung der
geistig-seelischen und körperlichen Reaktionen eines Menschen aus, als
Ausgangspunkt jeder naturheilkundlich orientierten Behandlung.
Alle
therapeutischen Bemühungen wenden sich an die Fähigkeit des menschlichen
Organismus zur Selbstregulation.
Sie beruhen auf der Grundüberzeugung,
dass eine ganzheitliche Therapie die beste Chance auf Linderung oder Heilung
einer Krankheit darstellt. Einige
der bewährten „alten“ und „neuen“ Therapiemethoden des Heilpraktikers werden
in diesem Zusammenhang kurz aufgeführt:
CHIROPRAKTIK
In der industrialisierten Welt haben etwa 85 Prozent der
Bevölkerung schon einmal Bekanntschaft mit Rückenschmerzen gemacht.
Dieser hohe Prozentsatz ist die
logische Folge unser heutigen Lebensweise.
Einseitige Belastung und
Bewegungsmangel führen zu Wirbelsäulenschäden. Ein häufiges Zeichen beginnender
Schäden sind Fehlstellungen und Blockierungen der Wirbelgelenke.
Das Verfahren, diese mit Hilfe der
Hände zu behandeln, nennt man Chiropraktik.
Heute wird die Chiropraktik in
Deutschland von vielen Heilpraktikern und Heilpraktikerinnen bei Schmerzen
und Bewegungseinschränkungen des Stütz- und Bewegungsapparates und bei
funktionellen Störungen von Organen eingesetzt. Bei Beachtung von Gegenanzeigen und
sachgerechter Durchführung ist die Chiropraktik in der Hand gut
ausgebildeter Therapeuten schmerzlos, unschädlich und hocheffektiv.
AUGENDIAGNOSE
Die Nutzung von Hinweisen aus dem Auge
ist schon aus der Chinesischen Medizin und der Antike bekannt.
In der Iris (Regenbogenhaut) sieht der
Augendiagnostiker Strukturen (Zeichen) und Pigmentationen, die er
Reflexfeldern der Organe zuordnet. So kann er Rückschlüsse auf Störungen und
Erkrankungen ziehen.
Durch die Interpretation dieser Zeichen
kann er darüber hinaus die Disposition (Veranlagung) zu Krankheiten und die
Konstitution (ererbte, körperliche Gesamtbeschaffenheit) erkennen. Er findet
hier oftmals wertvolle Hinweise, noch bevor eine Veranlagung zur Krankheit
wird.
Im Verbund mit den grundlegenden
Hinweisen zur gesamten Reaktions- und Funktionslage eines Patienten
ermöglicht die Augendiagnose, echte Präventivmedizin zu betreiben.
HOMÖOPATHIE
Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt
werden (Similia similibus curentur). Dieses therapeutische Prinzip ist aus
der Antike überliefert.
Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) hat
dieses Heilungsprinzip systematisch beobachtet, erforscht, angewandt und im
Jahre 1810 seine Erkenntnisse veröffentlicht.
Das wesentliche Prinzip der
Homöopathie, die Ähnlichkeitsregel, besagt, dass eine Substanz, die ein dem
Krankheitsbild ähnliches Leiden erzeugen kann, die ähnliche Krankheit des
Patienten heilen kann.
Neben der Ähnlichkeitsregel ist die
stufenweise Verdünnung mit jeweiliger Verschüttelung (Potenzierung) und die
individuelle Dosierung Grundlage für die homöopathische Behandlung.
Ebenfalls ist die Konstitution des
Patienten für die individuelle Arzneimittelfindung von entscheidender
Bedeutung.

BIOCHEMIE
nach Dr. Schüßler
Der Begründer der „biochemischen
Heilweise“, Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler, sah in den chemischen Abläufen
der Zellen den Schlüssel für das Verständnis vieler Krankheiten.
Diese Abläufe können durch das Fehlen
oder ein Ungleichgewicht von lebensnotwendigen Mineralsalzen gestört sein.
Dadurch entstehen Krankheiten.
Als medikamentöse Therapie werden zwölf
Mineralsalze in unterschiedlichen Stärken für den jeweiligen
Konstitutionstyp und die speziellen Krankheitsformen der Patienten
angewendet.
Sachkundig angewandt ist die „Schüßler´sche
Biochemie“ völlig nebenwirkungsfrei und schnell wirksam.
AKUPUNKTUR
Die drei wichtigsten Grundbegriffe in
der Medizintheorie der Akupunktur sind das „Chi“, die alles umfassende und
alles bildende Lebenskraft, und dazugehörig „Yin“ und „Yang“ als zwei
entgegengesetzte und sich dennoch ergänzende und bedingende Aspekte sowie
die fünf Elemente, die auf allen Ebenen des Seins wirken.
Durch das Einstechen feiner Nadeln in
Punkte auf den Energieleitbahnen (Meridianen), entsprechend den Regeln der
Akupunktur, kann auf das „Chi“ und seine Aspekte „Yin“ und „Yang“ Einfluss
genommen werden und dadurch der gestörte Fluss der Lebenskraft reguliert
werden.
Durch die verschiedenen kulturellen
Einflüsse entstanden im Laufe der Zeit unterschiedliche Variationen der
Akupunktur, z. B. die Ohr-, Hand- und Zungenakupunktur.
NEURALTHERAPIE
Das Ziel der Neuraltherapie ist die
Beseitigung von Störfeldern mit Hilfe der „therapeutischen Lokalanästhesie“
(Ausschaltung von sensiblen Nervenempfindungen im Bereich des Störfeldes).
Störfelder im Sinne der Neuraltherapie
können z. B. Narben sein sowie bestehende oder durchgemachte Erkrankungen,
die wie Narben den Informationsfluss im Organismus stören.
Es bilden sich krankhafte Steuerungs-
und Regelvorgänge.
PFLANZENHEILKUNDE
Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) ist
die Anwendung von Heil- bzw. Arzneipflanzen beim kranken Menschen. Sie ist
aus der alten Kräuterheilkunde hervorgegangen.
Die Pflanzenheilkunde nutzt den reinen
Pflanzenauszug, z. B. aus Blättern, Blüten oder dem Wurzelstock sowie auch
aus der gesamten Arzneipflanze, aber auch die gepressten, getrockneten
Pflanzen oder Pflanzenteile.
Die Mittel der Pflanzenheilkunde sind
heute größtenteils in Form von fertigen Mischungen als Tropfen, Tabletten,
Salben, Tinkturen und Ölen verfügbar. Ebenfalls werden Teemischungen
angewandt.
Ihr/e HeilpraktikerIn kann Ihnen auch
eine individuell auf Ihr Beschwerdebild abgestimmte Mischung verordnen,
wodurch häufig noch bessere Heilerfolge erzielt werden.
©
Herbst 2003