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Mitteilung März 2007

 

Rote Liste / Gelbe Liste

Die deutschen Heilpraktiker haben im Jahr 2006 ja schon die Information erhalten, dass die Rote Liste künftig nicht mehr kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Heilpraktiker und die Deutschen Heilpraktikerverbände (DDH) sind an die Redaktion herangetreten und die Redaktion hat mitgeteilt, dass die Kostenpflicht ab 2007 auch für privat niedergelassene Ärzte, sowie Zahnärzte und Tierärzte gilt. Kostenfrei würden nur noch Kassenärzte und Klinikärzte mit der Roten Liste beliefert. Arzneimittelkommission und DDH haben dann versucht die Maßnahme, die Rote Liste nicht mehr kostenfrei an die deutschen Heilpraktiker zu versenden, zu revidieren.

In den Heilpraktikerpraxen ist die Rote Liste ein wichtiges Informationsmedium um sich über Arzneimittel zu informieren. Dies betrifft zum einen naturheilkundliche Arzneimittel, die ja auch in der Roten Liste enthalten sind und zum anderen die schulmedizinischen Arzneimittel.

Viele pharmazeutische Hersteller, die ja ihre Arzneimittelinformationen in der Roten Liste veröffentlichen erwarten, dass auch Heilpraktiker einfachen Zugang zu diesen Informationen haben. Im Bereich der schulmedizinischen, ja oftmals auch verschreibungspflichtigen Arzneimittel besteht ein notwendiger Informationsbedarf um die Patientin auch verantwortlich behandeln zu können. In der Heilpraktikerpraxis, gleich welche individuelle Therapie dort gemacht wird, muss die bisherige Medikation des Patienten erfasst werden. Es ist oftmals notwendig zu unterscheiden, welche Symptome des Patienten Teil einer Krankheit oder Folge eines Arzneimittels sind.

Diese wichtige und notwendige Information über Arzneimittel und ihre Nebenwirkungen hat einen festen Stellenwert in der Naturheilpraxis. Aus diesem Grunde ist der Heilpraktiker im Bereich der Risikoerfassung von Arzneimitteln ( Stufenplan ) gleichberechtigt neben den dem Arzt gefordert und vertreten. Die Arzneimittelkommission der deutschen Heilpraktiker ist Stufenplanbeteiligte und auch in den verschiedenen Kommissionen (D, E, C) und Ausschüssen (Verschreibungspflicht, Apothekenpflicht, Standartzulassungen, Arzneibuch) sind die deutschen Heilpraktiker vertreten.

Da gerade in Heilpraktikerpraxen während der Behandlung eine Nutzung des PC mit der besonderen Behandlungsart nicht kombinierbar ist, z.B. im Rahmen der homöopathischen Behandlung, der Psychotherapie oder der Chiropraktik, ist der Verweis auf elektronische Nutzungsmöglichkeiten für den Heilpraktiker wenig sinnvoll. Die Buchform hat hier deutliche Vorteile und sollte weiterhin in Form der kostenfreien Zusendung möglich sein.

Der Verlag der Roten Liste hat sich bereit erklärt, den deutschen Heilpraktikern die Rote Liste für eine ermäßigte Gebühr von 20,00 € / Jahr zur Verfügung zu stellen. Dies mag besser sein als die volle Gebühr ist im Ergebnis aber nicht ausreichend. Eine Gleichbehandlung zwischen Ärzten und Heilpraktikern ist aus der Sicht der Arzneimittelsicherheit geboten und notwendig. Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker und die Arzneimittelkommission werden sich weiterhin für einen kostenfreien Versand an die deutschen Heilpraktiker einsetzen.

Eine interessante Frage ist aber auch die Frage nach den möglichen Alternativen zum kostenpflichtigen Bezug der Roten Liste. Es gibt zum einen die Möglichkeit, die Rote Liste Online einzusehen. Dazu muss der Heilpraktiker der dies wünscht sich ein DocCheck-Passwort besorgen. Dies kann unter ww.docCheck.de beantragt werden. Dazu benötigt der Heilpraktiker eine Kopie seiner Heilpraktikererlaubnis.

Eine andere Möglichkeit für Informationen über Arzneimittel, ihre Wirkstoffe, , ihre Anwendungsgebiete, ihre Wirkungen, Dosierungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Risikogebiet ist die Gelbe Liste vom MMI Verlag. Angesichts der Informationsfülle der Gelben Liste, der Interpräsentation unter www.gelbe-liste.de oder der CD ist diese eine echte Alternative zur Roten Liste. Die Gelbe Liste kostet einschl. CD als Einzelexemplar 25,00 € ( zzgl. MwSt ) bzw. als Abo, einschl. CD mit 4 Ausgaben pro Jahr 55,00 € ( zzgl. MwSt ).

Folgende Gegenüberstellung gibt einen kleinen Vergleich zwischen
der Roten Liste und der Gelben Liste.

Thema

Rote Liste

Gelbe Liste              

Präparate / Darreichungsformen

11.136

33.000 ( Buch )

 

 

120.000 ( CD )

verschreibungspflichtige Präparate

6.721

19.800 ( Buch )

 

 

50.000 ( CD )

nichtverschreibungspflichtige Präparate

4.283

13.200 ( Buch )

 

 

70.000 ( CD )

Pharmazeutische Unternehmen

483

300 ( Buch )

 

 

850 ( CD )

In der Gelben Liste fehlt die Auflistung der Arzneimittelkommissionen und der Vergiftungszentralen, was der Verlag auf unseren Hinweis hin gerne aufnehmen wird.

Arne Krüger
2. Vizepräsident
Fachverband Deutscher Heilpraktiker

 



 

 

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